| PostScript – die Entdeckung der BeziérkurvePostScript war anfänglich nur für einfache Aufgaben im Bürobereich gedacht, hatte jedoch einen grundsätzlich wesentlichen integrativeren Ansatz als die am Markt befindlichen Fotosatz- und EBV-Systeme. PS war zwar zu Beginn noch gar nicht farbfähig, und auch die Graustufenbilder wurden nur in sehr geringer Qualität ausgegeben. Dafür aber hatte man eine gemeinsame Seitenbeschreibungssprache für alle Elemente, die überhaupt auf einer Druckseite nur vorkommen können: Text (Schrift), Bild (Pixel) und Grafik (Vektoren/Beziérkurven).
Und da bald auch Filmbelichter zur Verfügung standen, etablierte sich PS rasch als Standard innerhalb der Druckvorstufe. Mit den Versionsnummern stiegen auch die technischen Möglichkeiten, und die parallele Entwicklung von Photoshop, PageMaker, Quark & Co. ermöglichte auf der Basis immer leistungsfähigerer Hardware die integrierte Produktion von Ganzseiten mit allen nur denkbaren Darstellungsformen und Elementen.
Die Kurven werden in PostScript als Polynome dritten Grades beschrieben, was eine sehr gute Kurvenbeschreibung mit nur wenigen Stützpunkten erlaubt. Dies ist auch der wesentliche Unterschied zu TrueType-Schriften, deren Konturen mit quadratischen Splines dargestellt werden. PostScript-Schriften sind zumindest potenziell höherwertiger. |